Zu meiner Person

Mein Studium an der Universität Heidelberg habe ich 1978 als Diplom-Psychologe abgeschlossen und anschließend am Psychologischen Institut der Uni  Heidelberg gearbeitet. Meine Schwerpunkte dort waren: die Entwicklung und Durchführung von klinisch-psychologischen Praktika, in denen Studenten die Grundlagen für das therapeutische Arbeiten lernen; wissenschaftliche Arbeit zur Integration verschiedener psychotherapeutischer Verfahren; und die Entwicklung eines Versorgungsmodells für die Zusammenarbeit von Hausärzten und Psychotherapeuten.

1982 habe ich bei  Pro Familia Heidelberg begonnen, wo ich für den Bereich Psychotherapie und psychologische Beratung verantwortlich war. Als Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle ist die Pro Familia Heidelberg ein Ort, an den sich Menschen mit Problemen in allen Störungs- und Lebensbereichen wenden. Deren Erwartungen gehen von kurzen Beratungen (incl. Ratschlägen) über Kurztherapien hin bis zu Psychotherapie.- Seit 1990 war ich Leiter der Pro Familia Heidelberg. Ende Juli 2018 bin ich bei der Pro Familia ausgeschieden und seitdem ausschließlich im meiner Praxis tätig.

Für den Bundesverband der Pro Familia habe ich eine neue therapeutische Ausbildung entwickelt und einen Jubiläums-Kongress zu Beratung und Psychotherapie bei sexuellen Problemen organisiert. Für den Landesverband Baden-Württemberg der Pro Familia war ich über viele Jahre Sprecher für den Bereich Psychotherapie und psychologische Beratung. Darüberhinaus habe ich im Landesverband verschiedene Projekte initiiert und organisiert wie z.B. eine Betriebsklima-Untersuchung, die den einzelnen Beratungsstellen erlaubt hat, sich in den Bereichen Führung, Kooperation usw. miteinander zu vergleichen (durchgeführt von der Arbeitseinheit ‚Arbeit- und Organisationspsychologie‘ des Psychologischen Instituts der Uni Heidelberg).

Die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut für Verhaltenstherapie habe ich 1999 erhalten. Die Zertifizierung in „Systemischer Therapie und Beratung“ erhielt ich durch die ‚Systemische Gesellschaft‘ in 1998. Die Zertifizierung für die „Psychotherapie bei sexuellen Problemen und Störungen“ erlangte ich durch die ‚Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung‘ im Jahr 2000. Und die Zertifizierung in Schematherapie erfolgte durch die ‚International Society of Schema Therapy‘ in 2012. Durch das ‚Institut für Alterspsychotherapie‘ wurde ich 2017 in der ‚Psychotherapie mit Älteren‘ zertifiziert.

Neben diesen (und anderen) Aus- und Weiterbildungen (in „Lösungsorientierter Kurztherapie“ bei Steve de Shazer, in „Gestaltpsychotherapie“ am Institut für Integrative Gestalttherapie) war für mich die Zusammenarbeit mit  Scott D.Miller und seiner Arbeitsgruppe prägend, die unter dem Etikett „client-directed outcome-informed psychotherapy“ nach  Wegen suchen, die Bedürfnisse der KlientInnen  ins Zentrum der Psychotherapie zu stellen und nicht die Verfahren, die der Psychotherapeut beherrscht. Da diese Bezeichnung zunehmend in Gefahr lief, als eigenes Psychotherapie-Verfahren missverstanden zu werden, wird die sorgfältige Beachtung der Rückmeldungen der KlientInnen nun unter der Überschrift „Feedback-orientierte Psychotherapie“ („FIT: Feedback Informed Treatment“) gefasst: egal welches Verfahren der Therapeut kennt und verwendet, der Klient/die Klientin allein kann beurteilen, ob das therapeutische Vorgehen für ihn/sie hilfreich ist.

In 2012 war ich Initiator und zusammen mit Prof. Dr. Henning Schauenburg und Dipl.-Psych. Ulrike Ferbert Gründer des ‚Psychotherapie-Forum Heidelberg‘. Dies ist ein Treffpunkt für die PsychotherapeutInnen der Heidelberger Region, um Therapieschulen-übergreifend und unabhängig davon ob angestellt oder niedergelassen  gemeinsam Fach-Vorträge zu hören, zu diskutieren und sich untereinander besser kennen zu lernen.

 

Noch ein persönliches Wort: therapeutische Kompetenz entwickelt sich nicht nur durch Studium, Ausbildung, Weiterbildungen und Supervision. Für mich ist hinzu gekommen: dass ich selbst mit therapeutischer Hilfe aus dem tiefen Dunkel meines Elternhauses heraustreten konnte. Und die Zusammenarbeit mit KollegInnen, die für mich prägend waren und sind: Gunther Schmidt (Heidelberg) und seine so schöne Flexibilität und Herzlichkeit; Wendy Behary (New York) und Lukas Nissen (Basel) und beider Fähigkeit zum therapeutischen Kontakt; und Scott D.Miller (Chicago) und seine Entschiedenheit, die Wirksamkeit seines therapeutischen Tuns ständig zu hinterfragen und zu steigern.

Und immer Musik (aus meiner eigenen Lebensgeschichte gilt mein besonderes Mitgefühl Allen, die mit schwerer psychischer Erkrankung in ihrer Familie aufwachsen mussten,  aber auch denen, die selbst den Schmerz einer  schweren psychischen Erkrankung durchstehen mussten).