Covid-19 -Regelungen in meiner Praxis

Vor einer Sitzung: wenn Sie ein Kratzen im Hals, Husten oder andere Erkältungssymptome haben oder sich abgeschlagen fühlen, sagen Sie bitte die Sitzung per Mail ab und klären Sie, ob es sich bei Ihnen um eine Erkältung oder um eine Covid 19-Infektion handelt. Ebenso, wenn Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. – Ansonsten kommen Sie bitte mit Maske in die Praxis.

In der Praxis: seit dem Beginn der Pandemie verzichte ich darauf, Ihnen zur Begrüßung und zum Abschied die Hand zu geben und seit der deutlichen Zunahme der Infektionszahlen im Herbst 2020 halte ich einen Sitz-Abstand von > 2 Metern ein. Beides bedauere ich.

Vor Beginn jeder Sitzung bitte ich Sie, sich auf einer der Toiletten die Hände zu waschen bzw. zu desinfizieren (dort stehen Sensor-gesteuerte Spender); dies tue ich auch. Tagsüber reinigen wir mehrmals die Klinken der Außentür, der Praxistür und der Toilettentüren und den Handlauf im Treppenhaus mit Desinfektionsmittel. Die Tür meines Therapie-Raums öffne und schließe ich selbst.

In meinem Raum habe ich ein CO2-Messgerät, mit dessen Hilfe ich ein angemessenes Lüften des Raums gelernt habe. Zwischen den Sitzungen stoßlüfte ich bis im Raum ein CO2-Gehalt im Bereich von frischer Luft gegeben ist. Solange es die Witterung erlaubt, habe ich während der Sitzung das Fenster in schräger Öffnung, so dass der CO2-Gehalt im Bereich frischer Luft bleibt. Nur bei paartherapeutischen Sitzungen ist ein einmaliges Stoßlüften während der Sitzung nötig, um im Bereich frischer Luft zu bleiben.

Ich selbst trage eine FFP2-Maske (und bin zweimal mit Biontech geimpft). Tragen Sie bitte in der Regel eine OP- oder FFP2-Maske.

 

Anhand der steuerbaren Grafik in diesem Artikel können Sie sehen, dass selbst wenn einer von uns (nicht-wissend) infiziert wäre, das Ansteckungsrisiko unter diesen Bedingungen < 1% ist (Fenster schräg gestellt; beide tragen Masken; der Raum ist ca. 15m2; zwei Personen). Die ZEIT hat am 12.2.21 diese Grafik aktualisiert und auch für die ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 die Ansteckungs-Wahrscheinlichkeiten berechnet (Button oberhalb der Grafik): tragen wir beide FFP2-Masken ist die Wahrscheinlichkeit auch bei dieser Variante < 1%; tragen wir beide OP-Masken ist sie 1%; würden wir beide Alltagsmasken tragen, betrüge sie 4%; beide ohne Masken sogar 14%.

Für diejenigen, denen das Risiko von direkten Kontakten trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen zu groß ist, biete ich Video-Sitzungen über ein zertifiziertes Programm (RedMedical) an, das Datenschutzbestimmungen entspricht.

 

Als Information über die Ansteckungsorte eine aktuelle Studie von Aleta et al. (Preprint, ins Internet gestellt am 17.12.20, noch kein Peer-Review), von Karl Lauterbach als „methodisch hochwertige Studie“ bezeichnet (Tweet vom 18.12.2020): hier wurden anonymisierte Mobilitätsdaten in der ersten Welle für New York und Seattle ausgewertet, um die Orte der jeweiligen Ansteckung quantifizieren zu können. Das Ziel war, klarer sagen zu können, mit welchen Maßnahmen Ansteckungsrisiken minimiert werden können.

N: 614.458 in New York, 110.330 in Seattle (freiwillige Teilnahme für die Zeit vom 15.2. bis zum 1.6.2020); Pflegeheime wurden in dieser Untersuchung ausgeschlossen, weil die Weitergabe an den unten genannten Orten untersucht werden sollte. Ob Masken getragen wurden, wurde nicht erfasst. Es gab zu dieser Zeit keine Pflicht zum Tragen von Masken.

In New York wurde der Notstand am 13.3.20 ausgerufen mit Schließung der Schulen und aller ’non-essential businesses‘; in Seattle geschah dies schon am 3.3.20.

Bild

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.15.20248273v1.full.pdf

A und D zeigen Orte der Ansteckung im Vergleich von New York und Seattle (‚Community’= in der Öffentlichkeit; ‚Education’= Schulen, Unis; ‚Household’= zu Hause; ‚Workplace’= Arbeitsstelle)

B und E und C und F differenzieren ‚Community‘, also den öffentlichen Raum

Die Ergebnisse zeigen, dass vor dem Lockdown die Ansteckungen zu einem erheblichen Teil bei der Arbeit erfolgten, danach im Haushalt (insb. in New York). Wenn der öffentliche Raum differenzierter angeschaut wird, dann waren vorher die Infektionen v.a. beim Einkaufen, in Restaurants, in Sportstudios/bei Sportveranstaltungen und in Kinos und Theatern, danach  beim Einkauf in Supermärkten, allgemeinem Shopping und Getränke-/Essenskauf. Die gewichtige Kategorie ‚Service‘, in der auch erhebliche Infektions-Häufigkeiten auftreten, wird im Text nicht konkretisiert – ich vermute, dass es um Behördengänge, Dienstleistungsangebote und Ähnliches geht.

Die Lehre aus der Studie ist klar: nur selten einkaufen gehen und dann zu Zeiten, in denen wenige Menschen in den Geschäften sind – Maskentragen und Abstand wahren ist bei uns ja selbstverständlich; und die privaten Kontakte deutlich herunterfahren!

 

Stand: Februar 2021